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Die Basilika des hl. Antonius
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Maso di Banco, Der hl. Antonius mit Buch, XV Jh

Eine grundlegende Idee schwingt in den Sermones des Antonius' mit: der Sinn des auf Gott ausgerichteten Lebens, denn alles muss auf Gott zurückführen. Die vollkommene Orientierung auf Gott hat für Antonius nur einen Namen: "Anbetung".Eine grundlegende Idee schwingt in den Sermones des Antonius' mit: der Sinn des auf Gott ausgerichteten Lebens, denn alles muss auf Gott zurückführen. Die vollkommene Orientierung auf Gott hat für Antonius nur einen Namen: "Anbetung".

All dies steckt in dem allgemeinen Begriff "Gebet", so unterschiedlich die Art der aufstrebenden Bewegung zu Gott und zu seiner Perfektion auch ist.

Es gibt keine Seite in den Schriften Antonius', auf der nicht der Sinn und der Reiz des Gebets und die Fähigkeit zu beten auftauchen. Der Heilige betet aus "Pflicht", aber immer auch aus Überzeugung und spontaner Notwendigkeit.

 

A. Trebbi, Der hl Franziskus beauftragt Antonius mit der Lehre der Theologie an die Frates, 1999Antonius, der Schüler Augustinus, der Doktor der Gnade, praktiziert als erster, das was er lehrt, und hört in keinem Moment auf, sogar beim Predigen selbst, um die Barmherzigkeit des Herren zu bitten.

Für den Heiligen ist das Gebet zunächst eine Liebesbeziehung, die eine vertraute Einheit (oratio est hominis Deo adhaerentis affectio) mit der geliebten Person verschafft (d.h. zwischen Gott und dem Menschen), und dann zu einem süßen Gespräch mit ihr führt (familiaris quaedam et pia allocutio), wobei sie eine göttliche Freude erzeugt, während ein Lichtbündel die betende Seele sanft umfängt. Antonius ist der betende Geist angeboren, denn sein Temperament muss sich in das, was er liebt, versenken.

Das Gebet ist für ihn vor allem eine Bewegung des Herzens, die den Geist mit Wärme füllt und die Begegnung mit Gott in ein Gespräch der Liebe verwandelt.

Das Primat des Herzens

Das Gebet zu Gott erfordert die Gegenwart aller seelischen Fähigkeiten. Das Primat bleibt jedoch immer beim Herzen. So zieht Antonius den gängigen Definitionen die Idee des Gebets als "eine Erhebung des Herzens" (cor ad sublimia investiganda attollere) vor; doch er vernachlässigt nicht das Verständnis des Geistes (investiganda), der das Herz auf seinem Weg zu Gott erleuchtet.

Die Schritte des Gebets

In der Erläuterung des ersten Briefes Paulus' an Timotheus 2,1: "So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung", unterscheidet Antonius vier Schritte im Gebet:obsecratio, oratio, postulatio und gratiarum actio.

  • Der obsecratio stellt den ersten Schritt des Gebets dar. Er drückt die Gefühle der Seele aus, die Gott günstig stimmen will.
  • Der zweite Schritt, der oratio, ist der Moment des gefühlvollen Kontaktes mit Gott.
  • Nachdem sie sich mit Gott vertraut gemacht hat, ist für die Seele der dritte Schritt, der des postulatio, der Bitte, ein leichter. Antonius präzisiert, dass der Umfang der Bitte über die Dinge der Erde hinausgeht, denn sie erstreckt sich in die Unendlichkeit, den höchsten Gegenstand aller menschlichen Wünsche. "Gott um Gott bitten", das ist der Würde nach die erste Frage, die jeder Bitte vorausgehen muss. Hier unterstreicht der Heilige, der noch einmal seine Seele ausbreitet, den Christuszentrismus seines Gebets, der ein Aspekt des offensichtlichen geistigen Christuszentrismus seiner Schriften ist und in einem sinnträchtigen Ausdruck zusammengefasst wird: Christus ist uns vom Vater geschickt worden, damit wir, "die wir für ihn leben, ihn lieben könnten, denn ohne ihn ist das Leben sterben."
  • Der letzte Schritt des Gebets ist der gratiarum actio, der Lobgesang. Ein Lobgesang, der nie aufhört, denn er ist gleichbedeutend mit der Nächstenliebe und dem ununterbrochenen Gebet, ein immerwährender Dankesgesang, der von dem Leben der beglückten Seele aufsteigt.

Text: Antonio Giuseppe Nocilli, Überarbeitung: Padre Paolo Floretta



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