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Die Basilika des hl. Antonius
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Casa del Pellegrino

Der vom tode erweckte jüngling
 


G. Campagna, Der hl. Antonius erweckt einen jungen Mann vom Tod, 1577In der Stadt Lissabon, aus der der heilige Antonius stammte, zu einem Zeitpunkt, als die Verwandten des Heiligen noch lebten, d.h. Vater, Mutter und die Brüder, waren zwei Bürger verfeindet und hassten sich bis zum Tod. Es begab sich, dass der Sohn des einen, ein Jüngling, mit dem Feind der Familie, der in der Nähe der Eltern des seligen Antonius wohnte, zusammentraf.

Mitleidslos ergriff dieser den Jungen, schleppte ihn in sein Haus und tötete ihn ohne Umschweife. In tiefster Nacht drang er in den Garten des elterlichen Hauses des Heiligen ein, hob eine Grube aus, verscharrte dort den Kadaver und floh.

Da der Jüngling der Sohn einer achtbaren Person war, wurden über sein Verschwinden Nachforschungen angestellt und es stellte sich heraus, dass er durch das Viertel gegangen war, in dem der Feind wohnte. Daher wurden dessen Wohnung und Garten durchsucht, doch man fand keine Hinweise. Bei einer Inspektion des Gartens der Familie des seligen Antonius, fand man den dort vergrabenen Jungen. Der Richter des Königs ließ daraufhin den Vater und die übrigen Hausbewohner als Mörder des Jungen verhaften.

Der heilige Antonius erfuhr von den Vorkommnissen, obwohl er in Padua weilte, durch eine göttliche Eingebung. Am Abend, nachdem er sich die Erlaubnis vom Wachhabenden geholt hatte, verließ er das Kloster. Während er nun durch die Nacht wanderte, wurde er durch ein göttliches Wunder nach Lissabon gebracht. Am nächsten Morgen betrat er die Stadt und ging zum Richter. Er bat ihn, die Klage gegen die Unschuldigen aufzuheben und sie freizulassen. Da dieser es jedoch auf keinen Fall wollte, ordnete der selige Antonius an, dass der ermordete Junge hergebracht würde.

Als der Leichnam gebracht worden war, befahl er ihm, sich zu erheben und zu sagen, ob seine Verwandten ihn umgebracht hätten. Der Junge erwachte aus dem Tod und bestätigte, dass die Verwandten des heiligen Antonius an dem Verbrechen vollkommen unschuldig wären. Sie wurden demzufolge umgehend freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen. Der selige Antonius blieb den ganzen Tag bei ihnen. Am Abend verließ er Lissabon und am darauffolgenden Morgen befand er sich wieder in Padua (Bartolomeo da Pisa 4,19-32).



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