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Die Basilika des hl. Antonius
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Casa del Pellegrino

Das herz des wucherers
 


Tiziano, Das Wunder des Geizhalses, 1511In der Toskana, einer großen Region Italiens, fand mit großem Pomp, wie es in diesen Fällen üblich ist, die Beerdigung eines sehr reichen Bürgers statt. An dem Begräbnis nahm auch unser heiliger Antonius teil, der, von einer plötzlichen Inspiration heimgesucht, rief, dass der Tote nicht in geheiligter Erde begraben werden sollte, sondern an der Stadtmauer wie ein Hund.

Denn seine Seele war in die Hölle verdammt worden und diese Leiche war ohne Herz, wie der Spruch des Herrn im Lukas-Evangelium lautete: Dort wo dein Schatz ist, dort ist auch dein Herz.

Nach solch einer Einschüchterung waren die Gäste natürlich alle sehr erschüttert und tauschten aufgeregt ihre Meinungen darüber aus. Schließlich wurden einige Chirurgen gerufen, die die Brust des Verstorbenen öffneten. Aber man fand kein Herz, das, so wie der Heilige vorausgesagt hatte, in der Truhe mit dem Geld gefunden wurde.

Aus diesem Grund lobten die Bürger mit Begeisterung Gott und seinen Heiligen. Der Tote wurde nicht in dem vorbereiteten Mausoleum beerdigt, sondern wie ein Esel auf den Erdwall gezerrt und dort verscharrt (SICCO POLENTONE, Vita di sant' Antonio, n. 35).



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